Urkunde zur Vaterschaftsanerkennung, Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung und/oder zur Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge

Urkunde zur Vaterschaftsanerkennung, Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung und/oder zur Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge

 

Vaterschaftsanerkennung/Zustimmung der Mutter 

In Deutschland gilt als Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist. Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, ist der biologische Vater nicht automatisch auch der rechtliche Vater. 
Wer die Vaterschaft zu einem Kind anerkennen möchte, kann dies beim Jugendamt, Standesamt oder Notar beurkunden lassen. 
Zur Wirksamkeit der Vaterschaftsanerkennung ist die Beurkundung der Zustimmungserklärung der Mutter des Kindes notwendig.

Die elterliche Sorge beinhaltet die Pflicht und das Recht, für ein minderjähriges Kind zu sorgen.
Sie wird von den Eltern gemeinsam ausgeübt, wenn

  • Die Eltern bei der Geburt des Kindes miteinander verheiratet sind oder
  • Die Eltern nach der Geburt einander heiraten oder
  • Die Eltern erklären, dass sie die elterliche Sorge gemeinsam ausüben wollen => Sorgeerklärung

Ansonsten hat grundsätzlich die Mutter, sofern sie nicht minderjährig ist, das alleinige Sorgerecht.

Alle drei genannten Beurkundungen können zusammen in einem Termin beurkundet und sowohl während der Schwangerschaft, also noch vor der Geburt des Kindes als auch nach der Geburt erledigt werden.
Die jeweiligen Beurkundungen können nur persönlich und nicht durch einen Bevollmächtigten abgegeben werden.

Eltern müssen hinreichend Deutschkenntnisse besitzen, ansonsten bitten wir Sie, sich selbständig um die Teilnahme eines entsprechenden Dolmetschers / einer entsprechenden Dolmetscherin am Beurkundungstermin zu kümmern. Dabei dürfen weder die Beteiligten selbst, noch Personen die mit den Beteiligten verwandt oder verschwägert sind, übersetzen. (Eltern können nicht gegenseitig füreinander übersetzen.)
Sollte Sie ohne Dolmetscher zu dem Beurkundungstermin erscheinen und sich währenddessen herausstellen, dass die Deutschkenntnisse nicht ausreichend für den Beurkundungstermin sind, weisen wir Sie darauf hin, dass der Termin abgebrochen wird.

Für minderjährige Eltern kann - ebenso wie für verheiratete Mütter - der Beurkundungstermin nicht online, sondern nur telefonisch reserviert werden, da vorab eine umfassende Rechtsberatung notwendig ist! (Ein in diesem Fall dennoch online vereinbarter Termin kann leider nicht stattfinden.)

Notwendige Unterlagen

  • Gültiger Ausweis mit Lichtbild (Personalausweis, Reisepass, Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsgestattung oder Duldung) der Mutter, des Vaters und des eventuell teilnehmenden Dolmetschers / der teilnehmenden Dolmetscherin
  • Geburtsanzeige der Klinik oder aktuelle Geburtsurkunde des Kindes bzw. bei einer vor der Geburt des Kindes gewünschten Beurkundung der Mutterpass mit dem darin eingetragenen voraussichtlichen Geburtstermin

Für Fragen und weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes unter der Rufnummer (0911) 974-1558 oder (0911) 974-1567 zur Verfügung.